Bâtın – Der Weg nach innen. Mut, sich selbst zu begegnen. Von Cem Ertürk
In Vorbereitung · als Softcover und Hardcover bei BoD
Das Buch
Begegne dir, solange du noch lebst.
Wirkliche Veränderung beginnt dort, wo wir uns selbst nicht mehr ausweichen.
Wir alle tragen ein verborgenes Fundament in uns: Urvertrauen, Freiheit, Liebe und Selbstwert. Diese Gaben zeigen sich in der Begegnung mit uns selbst und mit anderen. Erst durch Selbsterkenntnis treten sie unter der Oberfläche des Gewohnten hervor.
Dieses Buch ist mein Erlebnis im Bâtın. Es ist eine Hinwendung in die eigene Tiefe, dorthin, wo das Innerste sich öffnet und die Verbindung zur Quelle spürbar wird.
Der Weg zu diesem Innersten führt immer durch das eigene Leben, durch die guten Seiten und durch die Schattenseiten. Gerade unsere Schattenseiten öffnen die Tore, über die wir mit dem Bâtın und mit der Quelle in Resonanz treten.
Hör nicht nur zu, sondern höre.
Schau nicht nur hin, sondern sieh.
Aufbau
Drei Teile, siebzehn Kapitel
Das Buch geht zwei Spuren nebeneinander, wie die Schienen eines Gleises. Die eine fragt, wie ein Mensch geworden ist. Die andere fragt, was durch ihn hindurchscheint. Erst der Boden, dann die Krone.
Der Boden
- 1Der erste Boden
- 2Die Steine, die wir tragen
- 3Angebot und Nachfrage
- 4Die Spur im Körper
- 5Das ganze Bild
- 6Die Bewahrer
Der Weg
- 7Die Namenlosen
- 8Vier Tore, vierzig Stufen
- 9Dreißig Vögel
- 10Die Wurzel
- 11Die Rose
- 12Die Gefährten
Die Erkenntnis
- 13Der Beobachter
- 14Ein Leben wie ein Tag
- 15Hakikat
- 16Das teuerste Gut
- 17Was bleibt
Yakup und Lisa
Zwei Menschen, zwei Betriebssysteme
Durch das ganze Buch begleiten dich Yakup und Lisa. Lisa legt alles in Schubladen und schiebt sie zu. Yakup hat nur einen Raum, und alles, was geschieht, bleibt darin liegen. An ihrem Alltag wird sichtbar, was unter der Oberfläche wirkt.
Dienstag, 12:30 Uhr
Lisa ruft an. Ihre Stimme klingt hell, fast fröhlich. »Na? Wollen wir Freitag ins Kino?« Als hätte es gestern nie gegeben.
Sie sagt Kino und meint: Es ist wieder gut. Er hört Kino und versteht: Mein Schmerz zählt nicht. Beide haben recht. Und beide reden aneinander vorbei.
Aus Kapitel 1 · Yakup, Lisa und die Dost sind erfundene Figuren.
Über mich
Cem Ertürk
Mein Name kommt vom Cem, der Versammlung der Aleviten. Mein Großvater hat ihn mir gegeben. Ich stamme aus einer alevitischen Familie aus Anatolien und bin zwischen zwei Sprachen und zwei Welten aufgewachsen.
Religionswissenschaft, Philosophie, Psychologie und Geschichte begleiten mich seit meiner Jugend, gelernt in Büchereien und im Leben. Eine Begegnung hat schließlich alles in Bewegung gesetzt, und aus einer Frage, die mich nicht mehr losließ, wurde dieses Buch.
- Drei JahreEin Jahr reifte das Buch nur im Kopf, zwei Jahre habe ich geschrieben.
- Auf DeutschWeil mein Pîr es so wollte.
Gedichte & Lieder
Bâtınî Âşikârnâme
Die Gedichtzeilen im Buch, die keinem der alten Meister zugeordnet sind, stammen von mir. Viele davon gibt es als Lieder auf meinem YouTube-Kanal »Bâtınî Âşikârnâme«, die Offenbarung des Verborgenen.
Bu seyirde Cem oldum,
bildikçe bilmez oldum.
Auf diesem Weg wurde ich Cem. Je mehr ich wusste, desto weniger wusste ich.
Zum YouTube-KanalKleines Lexikon
Wörter, die stehen bleiben
Einige Wörter bleiben im Buch in ihrer eigenen Sprache. Hier sind die wichtigsten, kurz erklärt.
- Bâtın
- Das Innere, das Verborgene hinter der sichtbaren Form. Auch der Weg nach innen, auf dem der Mensch für die Quelle empfänglich wird.
- Zâhir
- Das Äußere, das Sichtbare. Das Gegenüber von Bâtın.
- Gönül
- Das innerste Herz, das Herz der Seele. Der Raum, in dem wir lieben, fühlen und berührt werden.
- Dost
- Seelenfreund. Ein Mensch, von dem man gesehen wird, mit der Seele, nicht nur mit den Augen.
- Pîr
- Geistiger Lehrer und Begleiter auf dem inneren Weg.
- Muhabbet
- Wörtlich Gespräch, im tieferen Sinn Resonanz: der Augenblick, in dem zwei Innenwelten einander berühren.
- Hakikat
- Die Urwahrheit, die Quelle, die wahrhaftige Wirklichkeit. Das vierte Tor.
- Teslim Taşı
- Der Stein der Hingabe, ein Stein mit zwölf Ecken, den Derwische um den Hals tragen. Auf dem Cover ist er die Pupille.